Archiv der Kategorie: Ihre Meinung ist gefragt

Convenience – pro und contra

Bild060Bei sehr vielen Köchen sind Convenience– Produkte verpönt. Das ist auch verständlich, da man das Kochhandwerk schließlich nicht gelernt hat, um Tüten aufzuschneiden oder Pulver in Wasser zu rühren!
Doch wie sieht es für die kleinen Gasthöfe aus, die sich keinen Koch leisten können? Für sie sind diese vorgefertigten Produkte die günstige Lösung zu Fachpersonal. Wo liegen nun die Vorteile dieser Fertiggerichte und die eines Kochs/ einer Küchenbrigade?

Für Convenience spricht auf jeden Fall die optimale Lagerhaltung. So ist zu jeder Zeit genau ersichtlich, wie viele Portionen von den einzelnen Produkten noch vorhanden sind. Die Portionsgröße und auch die Qualität sind gleichbleibend. Es entsteht keine Abhängigkeit zu einem Koch /einer Köchin, denn für diese Lebensmittel benötigen Sie nicht unbedingt Fachpersonal. Der Platzbedarf ist geringer, da die Vorbereitung nahezu wegfällt. Frische Produkte unterliegen saisonalen Preisschwankungen, die man bei Convenience- Produkten fast nicht hat. Dadurch kann das Angebot unverändert bestehen bleiben. Es besteht allerdings die Gefahr, dass es im Restaurant nebenan genauso schmeckt…

Dem entgegen steht die frische Küche. Hier haben Sie einen oder mehrere Köche, die jedes Produkt aus frischen saisonalen Zutaten zubereiten. Die Farbe von Gemüse und auch die Vitamine bleiben beim fachgerechten Kochen erhalten. So ist es auch kein Problem, vielfältige Sonderwünsche der Gäste umzusetzen und auch Allergien zu berücksichtigen. Ein Feinschmecker kann an der Kreativität und dem Geschmack des Essens den Koch erkennen.

Jeder gastronomische Betrieb sollte für sich entscheiden, welchen Weg er gehen möchte, aber auf jeden Fall ist es wichtig, den Gästen keine Convenience- Lebensmittel als Frischprodukte zu verkaufen. Viele Gäste sind durchaus in der Lage, das zu unterscheiden.
Wie ist Ihre Meinung / Erfahrung zum Thema Convenience- Produkte?

Gemeinsam für die Region

Durch meine Artikel für mehr Zusammenarbeit und Kooperation habe ich auch viele Kontakte bekommen, die sich in diesem Bereich bereits sehr engagieren. Besonders fand ich den Kontakt zu Josef Türk jun., der sich in Reit in Winkl dafür eingesetzt hat, dass die Wirte/innen und Gastronomen sich zusammen an einen Tisch gesetzt haben und das Gastro- Forum ins Leben riefen. Sie haben sich gemeinsam für die Region stark gemacht um mit verschiedenen Aktionen auf sich aufmerksam zu machen. Unter anderem die Kulinarische Wanderkarte, Kochkurse, Drei Wirte – Ein Menü und dergleichen.
Das größte Problem, wie meistens bei gemeinsamen Aktionen, war der Neid, denn jeder möchte das größte Stück vom Kuchen. Durch viel Überzeugungsarbeit war es aber dennoch möglich, alle an einen Tisch zu bringen (und das auch noch sehr erfolgreich!). Auch eine gemeinsame Spende für eine soziale Sache musste drin sein. Sie haben die Volksschule, den Kindergarten, die Bergwacht und die Ortsgruppe des Roten Kreuz  mit einer kleinen Spende aus einer Aktion bedacht. Darüber berichtete auch die Regionale Presse! Und das ist doch die günstigste, effektivste Werbung, die auch noch gerne gelesen wird!!!
Also ein großes Lob nach Reit im Winkl. Solche Aktionen sind überall zur Nachahmung empfohlen.

Foto: Josef Türk / Reit im Winkl

Das geht doch eh nicht…

Diese und weitere Ausreden habe ich bereits gehört, wenn es darum geht, etwas Neues auszuprobieren. Beim täglichen Kampf um neue Gäste kann man immer weniger Gastronomen davon überzeugen, neue, gute Ideen auszuprobieren. Entweder es wird schon von vorn herein abgelehnt, oder ihnen gefällt die Idee, aber es fehlt der Mut zur Umsetzung. Da ist es natürlich leichter, eine Werbeannonce in eine Zeitung zu setzen und darauf zu hoffen, dass diese auch bei den gewünschten Gästen ankommt. Wenn nicht, dann kann man die Schuld der Zeitung geben… Wenn man allerdings selbst versucht, neue Ideen umzusetzen, kann es sein, dass man sich mit einem möglichen Scheitern selbst auseinander setzen muss. Das möchten die Wenigsten. Doch wie frustrierend ist es für einen Gastronomen, jeden Morgen sein Lokal aufzuschließen und auf Gäste zu warten und am Abend beim Zuschließen das Minus in der Kasse zu rechtfertigen (schlechtes Wetter, Volksfest in der Umgebung, zurückliegende Feiertage, Baustelle usw.)
Meine Bitte an alle, die sich vor neuen Ideen fürchten -> Es ist besser etwas zu tun und damit zu scheitern, als sich dem Schicksal hinzugeben und zu resignieren, dann kann man wenigstens sagen, man hat es versucht. Wenn diese Bereitschaft nicht mehr gegeben ist, dann sollte man sein Lokal am besten gleich zuschließen und weitere Verluste begrenzen…
Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema???

Das Fundament der Gastronomie

Was ist das Wichtigste für jeden Gastronomen? Ist es die perfekte Lage, die frisch renovierten Zimmer, die neuesten Geräte, die frischen Produkte oder die Gäste, die gerne bereit sind, Ihre Qualität zu bezahlen? Nein, das Wichtigste sind Ihre motivierten Mitarbeiter und Fachkräfte, die jeden Tag ihr Bestes geben um Ihren Betrieb gewinnbringend und erfolgreich zu präsentieren.
Angefangen von der Spülhilfe, die dafür sorgt, daß die Teller, Töpfe und Pfannen sauber sind und die Reinigungskraft, die jede Ecke sauber hält. Auch der Küchenchef, der mit seinem Team die Gäste kulinarisch verwöhnt und alle Servicemitarbeiter, die jeden Gast freundlich und zuvorkommend bedienen und die Abteilungsleiter, die für einen perfekten Ablauf sorgen. All diesen sollte man von Zeit zu Zeit ein kleines Dankeschön aussprechen, um sie zu motivieren, Tag täglich mit einem lächeln die anstehenden Arbeiten zu erledigen.
Daher mein Aufruf an alle Chefs: Sagen Sie heute einfach mal Danke oder ein freundliches Wort zu Ihren Mitarbeitern. Und sollten Sie zu den Mitarbeitern gehören, die jeden Tag Ihr Bestes geben und sich über ein Lob freuen, dann schicken Sie Ihrem Chef einfach den Link zu diesem Artikel.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Arbeitstag…
Foto: Matthias Koranzki /pixelio.de

Wie werden aus Gästen Stammgäste?

Das Thema Kundenbindung hat eine große Bedeutung für die Gastronomie. Der Gast muss zu einem Teil Ihres Hauses werden. Es gibt verschiedene Wege, um dem Gast das Gefühl zu geben, dass er sich bei Ihnen wohlfühlt und gerne wieder kommt.
Das kann zum einen die Bindung zum Personal sein, das er beim Vornamen kennt und von dem er auch persönlich begrüßt wird.
Auch entsprechende Veranstaltungen, bei denen dem Gast ein Mitspracherecht eingeräumt wird, sind auch sehr erfolgversprechend. Ein Beispiel wäre, eine Umfrage zu starten, bei der Ihre Gäste über die Ausstattung mitbestimmen können. Sie stellen Ihren Gästen zwei bis drei Bilder zur Wahl.  Das Ergebnis dieser Wahl kann an einem unterhaltsamen Abend verkündet werden und das Ausgewählte erhält einen Ehrenplatz in Ihrem Restaurant.
Oder auch eine „Neue Karte Party“.
Eine weitere Möglichkeit ist eine Kundenkartei, um Ihren Stammgästen eine Karte zu einem Jubiläum zu schreiben. Das ist zwar nichts neues, aber es ist doch eine schöne Erinnerung an Ihr Restaurant oder Hotel. Vielleicht wird der Gast ja seine Veranstaltung bei Ihnen feiern?
Von Rabattaktionen empfehle ich Ihnen Abstand zu nehmen. Sie möchten doch am Ende eines anstrengenden Tages nicht feststellen, dass Sie unter dem Strich nichts verdient haben. Versuchen Sie statt dessen, Ihre Gäste auf emotionaler Ebene zu binden.
Wenn Sie weitere Ideen zur Gästebindung haben, dann schreiben Sie bitte einen Kommentar.
Foto: Rainer Sturm /pixelio.de

Gutes Betriebsklima???

Wie verbringen etwa ein fünftel unserer Lebenszeit an unserem Arbeitsplatz und deshalb sollte diese eigentlich auch Spaß machen. Doch leider hört man sehr viele Kollegen immer wieder klagen, dass das Betriebsklima eher schlecht ist. Daraus resultieren meist auch verschiedene Krankheiten, wie Angstzustände und Schlaflosigkeit. Doch nicht nur Ihre Kollegen und Ihr Chef sind für das Betriebsklima allein verantwortlich, denn auch Sie sind ein Teil des Teams. Es ist wie bei einem Stau auf der Autobahn -> Sie stehen nicht im Stau, Sie sind ein Teil davon!

Jeder Einzelne ist für das Klima im Betrieb verantwortlich und kann es positiv, wie auch negativ beeinflussen. So kann man manchen Kollegen bereits morgens Ihre schlechte Laune im Gesicht ablesen und das wirkt sich auf alle Kollegen aus. Deshalb fangen Sie mit einem Lächeln an und Sie werden sehen, dass sich das Betriebsklima (Ihr Arbeitsplatz!!!) spürbar verbessert. Und wenn die Arbeit Spaß macht, dann geht man bestimmt auch wieder gerne hin, denn wie schon gesagt -> Sie verbringen sehr viel Zeit am Arbeitsplatz… lächeln…Ω
Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Dienstleister mit Leib und Seele oder Depp vom Dienst

Die Angestellten im Hotel- und Gaststättengewerbe sind im besten Fall gute Seelen mit tausend Händen und offenen Ohren, immer zur Stelle, wo gerade ein Gast auch nur den kleinsten Wunsch äußert – immer mit dem Ziel, diesen so gut und so schnell wie möglich zu erfüllen. Wie sich Rezeptions- und Serviceangestellte in solchen, daraus resultierenden Stresssituationen fühlen, liegt dabei zum größten Teil am Faktor Gast. Es liegt an ihm, ob dieser Stress positiv oder negativ ist. Positiv ist dieser, wenn er hohe Ansprüche hat, die nur durch größere Bemühungen zu erfüllen sind, er diese aber mit Anerkennung und freundlichen Worten honoriert. Dem Angestellten also so das Gefühl gibt, daß die Arbeit geachtet und anerkannt wird.
Genauso gut hat ein Gast die Möglichkeit, einen Mitarbeiter unter negativen Stress zu setzen, wenn er in unangebrachter Art und Weise die ungeheuerlichsten und unerfüllbarsten Anforderungen stellt, kein gutes Wort hat und auch nach den größten Anstrengungen sich in Ton und Art vergreift.
Aber auch Erfahrungen mit solchen Gästen sollten den Willen und das Bestreben, die Wünsche der Gäste zu erfüllen, nicht ausbremsen. Denn gerade dadurch heben sich Restaurants und Hotels stark von anderen Branchen ab.
Dem Gast ist es meist egal, ob das Haus voll ist und alle Mitarbeiter schon an der Grenze Ihrer Belastbarkeit angelangt sind und wie viele Stunden der Arbeitstag schon hat und evtl. noch haben wird. Er hat seine Vorstellungen im Kopf und will diese erfüllt wissen.
Im besten Fall nehmen die Angestellten die Motivation aus den dankbaren und netten Gästen, um ein Dienstleister mit Leib und Seele zu sein. Auch diejenigen Gäste, welche gerne den Depp vom Dienst aus Ihnen machen, sollten mit einem freundlichen Lächeln zuvorkommend bedient werden,  immer mit dem Wissen, er ist ein Gast auf Zeit und es kommen wieder andere.
Nutzen Sie die Chance, sich durch besonderen, hilfsbereiten Service im gesamten Hotel oder Restaurant hervorzuheben.Ω
Foto: Rainer Sturm/pixelio.de