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Sebastian Frank – Michelin-Stern am Geburtstag

Berlin/Köln, 8. November 2011. Sebastian Frank, Küchenchef des Berliner Restaurant Hórvath in Kreuzberg, hat großen Anlass zur Freude. Der gebürtige Österreicher, der erst seit eineinhalb Jahren in der Hauptstadt tätig ist, hat einen Michelinstern erhalten. Mitte Oktober hatte er bereits in einem internationalen Wettbewerb den Titel „Koch des Jahres“ gewonnen.

Für Frank kam die Auszeichnung überraschend, da das Hórvath auf den ersten Blick nicht einem typischen Sternerestaurant entspricht. „Für mich stand fest, dass wir sehr weit davon entfernt sind, einen Stern zu erhalten. Immerhin arbeiten wir in einem kleinen Team und sind ein bescheidenes, bodenständiges Restaurant. Bei uns gibt es nicht einmal Tischdecken“, lacht der 30-jährige.

Umso mehr freut sich der Küchenchef über die Auszeichnung. An seinen Ansprüchen möchte er jedoch nichts ändern, sondern seinem Stil treu bleiben: „Ich sehe den Stern als Bewertung einer bestehenden Leistung. Das gibt mir die Bestätigung, auch in Zukunft so weiterzuarbeiten.“

Der Liebe wegen zog Frank aus seiner österreichischen Heimat nach Berlin. Im Mai kam sein erster Sohn Oliver zur Welt. Am Tag darauf qualifizierte sich der Küchenchef für das Finale des internationalen Wettbewerbs Koch des Jahres, das er am 10. Oktober auf der Messe Anuga in Köln gewann. Knapp einen Monat nach seinem Sieg und nur einen Tag nach seinem 30. Geburtstag erhielt Frank die Nachricht, dass er mit dem begehrten Michelinstern ausgezeichnet wurde. „Das war das beste Geburtstagsgeschenk“, so der frisch-gebackene Sternekoch, „das werde ich nie vergessen“.

„Koch des Jahres“ ist der neue Wettbewerb für Profi-Köche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dessen Herausforderung liegt darin, ein Drei-Gang-Menü für sechs Personen in nur fünf Stunden zu kochen. Dabei darf der Wareneinsatz pro Person nicht über 16 Euro liegen. In den Vorfinalen wählt die Fachjury unter dem Vorsitz des Spitzenkochs Dieter Müller jeweils zwei Finalisten. Diese acht treten zum Finale zur Anuga 2013 mit einem neuen Menü unter denselben Bedingungen gegeneinander an, um den Titel „Koch des Jahres” und Preisgelder in Höhe von 26.000 Euro zu gewinnen. Ziel des Wettbewerbs mit Ursprung in Spanien ist es, auf der Anuga 2015 das erste europäische Finale zu veranstalten.

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