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Endlich wieder Rhabarberzeit

619090_web_R_by_H.D.Volz_pixelio.de(lifePR) (Oldenburg, ) Jetzt ist wieder Rhabarberzeit. Und gleich zu Beginn der Saison empfiehlt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, kräftig zuzugreifen. Denn hinter der Küchenweisheit „je früher, desto besser“ steckt die Tatsache, dass der Gehalt von Oxalsäure in den beliebten Stangen mit der Zeit ansteigt. Diese lässt Rhabarber in den kommenden Wochen zunehmend sauer schmecken, weshalb auch am Johannistag, dem 24. Juni, seine Saison vorbei ist.

Rhabarber ist eines der ersten regionalen Gemüse im Jahresverlauf. Ja, richtig gelesen – Rhabarber gehört botanisch betrachtet zum Gemüse. Dennoch werden die herb-sauren Stangen wie Obst zu Kompott, Soße, Saft oder Konfitüre verarbeitet und schmecken lecker auf Kuchen sowie in süßen Hauptspeisen. Ernährungsexperten der Landwirtschaftskammer weisen auf den hohen Gehalt an Vitamin C hin. Aber auch Kalium enthält Rhabarber reichlich. Die Stangen bestehen zu 95 Prozent aus Wasser und sind mit rund 20 Kalorien je 100 Gramm sehr kalorienarm.

Frischer Rhabarber ist an seinen festen, glänzenden Stangen zu erkennen. Während grüne Stangen einen eher sauren Geschmack aufweisen, sind rote deutlich milder und besitzen ein zartes Himbeeraroma. Um die Bekömmlichkeit des Rhabarbers zu erhöhen, wird empfohlen, Rhabarberspeisen stets mit Milchprodukten zu kombinieren. Milch, Joghurt, Sahne oder Quark mildern die Wirkung der Oxalsäure und ergänzen den herb-sauren Geschmack optimal. Möchte man Zucker sparen, sollte dieser erst nach dem Abkühlen dem Rhabarber-Gericht zugegeben werden, da das Erhitzen selbst schon für einen milderen Geschmack sorgt.

Botanisch gehört Rhabarber als „Rheum rhabarbarum“, frei übersetzt „Wurzeln der Barbaren“ zu der Familie der Knöterichgewächse. Er stammt ursprünglich aus dem Himalaya-Gebirge. Auf seinem Weg über die Wolga, dem „Rha“ in der Sprache der Griechen, hat das fremde (griechisch: „barbaros“) Gemüse seinen Namen erhalten. In der traditionellen chinesischen Medizin wurde dem Rhabarber schon sehr früh medizinische Wirkung zugesprochen. Pulverisierter Ur-Rhabarber wurde dabei gegen Darmträgheit und sogar gegen die Pest eingesetzt.

Bild: ©H.D.Volz  / pixelio.de

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