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Personalessen – Woran denkt Ihr bei diesem Wort?

PersonalessenBei dem Wort „Personalessen“ gehen jedem Mitarbeiter in der Gastronomie andere Gedanken durch den Kopf. Der Koch oder der Küchenlehrling denkt an das täglich wiederkehrende Ritual, ein günstiges Essen zu zaubern, das hoffentlich allen schmeckt. Die übrigen Mitarbeiter sehen darin ein Resteessen, womit das Kühlhaus aufgeräumt wird. Ein Meckern ist meist vorprogrammiert, weil man es selten allen recht machen kann. Wenn es ein gemeinsames Essen gibt, kann man sich so wenigsten hinsetzen, in Ruhe essen und sich mit Kollegen aus anderen Abteilungen unterhalten. Gelegentlich ist es auf Grund der Arbeit eher ein „zwischendurch schnell reinstopfen“.

Meist wird für das Personalessen ein Pauschalpreis zum Bruttolohn hinzugerechnet und danach wieder abgezogen. Das bedeutet, dass lediglich die Steuern dafür bezahlt werden müssen. In anderen Betrieben können die Mitarbeiter zu einem günstigeren Preis a la carte essen, manchmal gibt es auch Essensmarken.

Wie ist das Personalessen bei Euch geregelt?

Bild: ©hogapr

2 Reaktionen zu “Personalessen – Woran denkt Ihr bei diesem Wort?”

  1. Walter Steffmann

    Als Entremetier war ich auch für das Personalessen zuständig. Da bei uns viel Eiklar anfiel, sollte ich damit und gelber Farbe Bauernfrühstück fabrizieren. Ich sah ein, Reste die nicht verdorben waren mußten auch mal verarbeitet werden, aber doch nicht so. Ich akzeptierte Resteessen, wenn es in der Woche auch mal Bratwurst, Kotelette, Hähnchenkeulen, Leberkäse, Deutsche Beefsteak (Reste), Goulasch (Reste), einen ordentlicher Eintopf gab. Als das nicht so war habe ich mich geweigert. Als man mich zwingen wollte habe ich zur Bedingung gemacht einen Wochenplan fürs Personalessen mitzubestimmen. Das hat man nicht zugelassen und brauchte nicht mehr für das Personal kochen.

  2. gastro-check24

    Viele haben noch nicht begriffen, dass das Personalessen ein richtiger Motivationsfaktor sein kann. Es bedeutet nicht, dass es ab morgen nur noch Rinderfilet gibt …
    Hier ein Beispiel aus der Praxis:
    In einem Mitarbeitercasino ( hört sich doch schon anders an als „Personalkantine“ hat die Küchencrew für alle eine kleine Frontcookingstation aufgebaut. Da können sich alle Mitarbeiter ihr Essen meist selbst zusammenstellen. Also mal Pasta, mal ein Burger bauen, mal eine Reispfanne. Zutaten selbst aussuchen, abgeben, rein in den Wok (nein den Burger nicht) fertig. Dazu immer ein kleines Salatbuffet und alle sind zufrieden. Gut, dass lohnt sich nur ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl, aber Resteessen in Kantinen geht gar nicht. Vor allem wenn alle wissen, dass es Reste sind 🙁

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