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Rezept gegen Fachkräftemangel? Ausbilden, Talente fördern und Perspektiven bieten

Nachwuchsförderung zahlt sich aus: 29 Auszubildende der Traube Tonbach bestehen IHK-Prüfungen – mehr als die Hälfte verstärkt auch zukünftig das Team des Traditionshotels.

93aadbe66fb5d688_800x800arTONBACH / BAIERSBRONN, 13. August 2014 – Das inhabergeführte Ferien- und Feinschmeckerhotel Traube Tonbach setzt seit Jahrzehnten bewusst auf selbstausgebildete Nachwuchskräfte. Dass sich das Engagement als Ausbilder für die Hotellerie und Gastronomie lohnt, zeigte sich erneut bei den aktuellen Sommerprüfungen vor der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald. Alle 29 Lehrlinge des Traditionshotels haben ihre Abschlussprüfung im Hotel- und Restaurantfach, als Hotelkauffrau, Konditor oder Koch bestanden. Die offizielle Lossprechung mit Zeugnisausgabe fand Anfang der Woche im Kongresszentrum in Altensteig-Wart statt, wo die Prüflinge im Rahmen einer feierlichen Gala durch die DeHoGa geehrt wurden. Besonders wertvoll für den Ausbildungsbetrieb: 16 ausgelernte Talente setzen ihre junge Karriere im Tonbachtal fort und übernehmen neue Positionen in der Traube Tonbach.

Die „Traube“ zählt zu den Kaderschmieden für den Nachwuchs – viele ehemalige Auszubildende sind heute weltweit in der Spitzenhotellerie und -gastronomie erfolgreich. Während die Branche mehr denn je um gut ausgebildete Mitarbeiter ringt, ist sich die Hoteliersfamilie Finkbeiner ihrer großen Verantwortung als Ausbilder bewusst: „Wir verstehen es als eine unserer wichtigsten Aufgaben, junge Auszubildende in ihrer Entscheidung für das Gastgewerbe zu bestärken, Talente zu fördern und ihnen interessante Perspektiven für ihre Zukunft aufzuzeigen. Zudem bin ich überzeugt, dass dies das beste Rezept ist, um auch langfristig gute Fachkräfte im eigenen Team zu haben“, erklärt Traube-Inhaber Heiner Finkbeiner das Motiv für die hohe Ausbildungsqualität des über 220 Jahre bestehenden Familienunternehmens.

Die IHK-Prüflinge danken es mit Bestnoten und Unternehmenstreue. Durch herausragende Leistungen im Hotelfach hat sich Robin Wagner erstplatziert. Den dritten Platz in der Kategorie „Köche“ unter den insgesamt 135 Absolventen des Bezirks Nordschwarzwald belegte Nils Hilligardt, der fortan die Küchencrew des Feinschmeckerhotels als Jungkoch unterstützen wird. Darüber hinaus haben sich 15 weitere Azubis für einen Karrierestart in ihrem Ausbildungsbetrieb entschieden. In Zeiten von allgemeinem Fachkräftemangel verstärkt damit wertvoller Zuwachs das rund 350 Mitarbeiter große Team der Traube Tonbach.

In dem Fünf-Sterne-Superior-Hotel werden stetig rund 80 junge Menschen für einen optimalen Start ins Berufsleben vorbereitet. Sie absolvieren eine Lehre in den Berufen Hotelfach (auch mit Hotelmanagement), Hotelkauffrau/mann, Restaurantfach, Koch/Köchin (auch mit FHG-Modell) und Konditor/in oder nehmen an einem dualen Studium zum Bachelor teil. Der nächste Ausbildungsjahrgang steht bereits in den Startlöchern: 38 neue Nachwuchstalente starten in diesem Sommer ihren persönlichen Karriereweg mit einer Ausbildung im Traube-Team.

Bild: Rund 350 Mitarbeiter und Auszubildende gehören zum Traube-Team © Traube Tonbach

6 Reaktionen zu “Rezept gegen Fachkräftemangel? Ausbilden, Talente fördern und Perspektiven bieten”

  1. Julia

    Hallo, zum Thema Fachkräftemangel möchte ich nur so viel sagen, ich bin gelernte Fachkraft und finde keine Anstellung mehr…. weil ich 5 Jahre ausgestiegen bin. Wenn ich heute, per Mail, wie es ja mittlerweile üblich ist eine Bewerbung abschicke, bekomme ich nicht mal eine Antwort, geschweige denn ein Dankeschön, oder eine Absage, nein nichts…. absolut nichts.
    Vor 14 Tagen wurde ich von einem saisonalen Betrieb in Österreich aufgefordert, sofort anzufangen. Ich also meine Sachen gepackt, hingefahren und dann erstmal 4 mal gesagt bekommen, dass der Chef nicht da sei, obwohl ich ja eine Zusage bzw. eine Einladung hatte. 2 Tage später, nachdem ich in einem verdreckten Personalzimmer gewartet habe, habe ich dann die Absage vom Chef persönlich bekommen, mit dem Kommentar, dass ich ja 5 Jahre nicht in der Gastronomie gearbeitet habe. (Das stand bereits in meiner Bewerbung!!!!)
    Es liegt nicht an den Bewerbern, es liegt an den Betrieben, wenn Sie keine Bewerber mehr bekommen, es ist eine grenzenlose Arroganz und Unverschämtheit, was man sich als Bewerber heute von den Gastronomen gefallen lassen muss. Mir ist klar, dass ich als Arbeitnehmer, über 40 nicht mehr die Arbeit eines 25-jährigen leisten kann, aber trotzdem habe ich doch noch ein Anrecht auf Würde und Anerkennung. Wenigstens kann man als Personaler die Höflichkeitsformeln, die ja auch von den Bewerbern erwartet wird, noch wahren.
    Ich habe den Eindruck, dass manche Gastronomen und Hotelbetreiber gar keine Leute suchen, sondern nur mit den Wölfen heulen möchten, dass wir einen Fachkräftemangel haben…. Wenn die Gastronomen flexibler wären, und auch mal Leute über 40 einstellen würden, dann gäbe es keinen Fachkräftemangel. Aber keiner gewährt einem über 40-jährigen mehr eine Einarbeitungszeit, geschweige denn die Fähigkeit, dass man ja auch noch mit über 40 was dazulernen kann…….
    Ich war immer gerne in der Gastronomie tätig, aber keiner kann mich mehr brauchen…
    Also muss ich auf Jobs ausweichen, die unter meinem eigentlichen Fähigkeiten und Kenntnissen laufen und die mich nicht fordern. Soviel zu Förderung und Forderungen, die Arbeitgeber immer in ihren Stellenbeschreibungen so hoch loben, wenn es um sie selbst geht……
    Müsste ich ein Arbeitszeugnis erstellen, für unsere Arbeitgeber, wäre es ein sehr schlechtes……Sie waren stets bemüht, konnten sich aber den gegebenen Umständen nicht anpassen.

    Viel Erfolg wünsche ich unseren ach so armen Arbeitgebern in Deutschland und Austria

  2. Markus Meier

    Hallo Julia,
    aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich, dass es in der Gastronomie einen Mangel an Fachkräften gibt. Leider gibt es aber auch die von Dir beschriebenen schwarzen Schafe.
    Ich hoffe, dass auch du den richtigen Arbeitgeber findest, der Deine Qualitäten zu schätzen weiß.
    Alles Gute für Deine Zukunft

  3. H.

    Hallo,
    leider muss ich aus meiner Erfahrung sagen, dass die oben genannte Ausssage stimmt. Viele Arbeitnehmer lesen sich die Bewerbungen und Lebensläufe gar nicht mehr durch. Bzw. melden sich nicht. Es sind immer nur die Betriebe, die sich beschweren dürfen, über die Bewerber. Wenn sich Bewerber beschweren, wird das abgetan als „Einzelfall“.
    Vielleicht machen sie mal eine Umfrage??? Dann werden Sie feststellen, dass viele Betriebe schlechte Manieren haben……

  4. Julia

    Vielen Dank H.,
    Herr Maier scheint wenig Verständnis für meinen Kommentar zu haben. Im Gegenteil…..

    Es sind die Betriebe, diese scharfen Schafe,
    die die unzufriedene Mitarbeiter produzieren…. und die eine erhebliche Mitschuld tragen, am Fachkräftemangel….
    Der Fachkräftemangel ist „Hausgemacht“……und alle schauen weg….
    Resistent gegen Kritik…

    Alles Gute auch für Sie Herr Meier

  5. Markus Meier

    Hallo Julia,
    ich werde mich nächste Woche mit diesem Thema beschäftigen
    und einen Artikel dazu verfassen.
    Viele Grüße
    Markus

  6. Miriam Seidel

    Hallo Julia, ich verstehe deine Sicht. Natürlich will ein Chef am besten nur flexible junge Leute einstellen. Aber wer über 40 ist bringt auch eine gewisse Berufserfahrung mit. Wenn du noch arbeitsuchend bist hätte ich ein Angebot für dich. Mein Betrieb sucht nämlich ganz dringend eine Fachkraft.
    Wie ist denn deine genaue berufsbezeichnung wenn ich Fragen darf ?

    Viele grüße Miriam 🙂

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