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Restaurant-Kritik einmal andersherum

Aktion für mehr Wertschätzung zwischen Gast und Gastronom

Wir möchten Gästen, Wirten und Kellnern das Leben leichter machen. „Viele Menschen ärgern sich über einen vermeintlich schlechten oder unaufmerksamen Service, beherrschen aber selbst nicht das nötige 1×1 der Umgangsformen auf gesellschaftlichem Parkett“. Diesen Zustand möchte er ändern und plädiert für eine bessere Kommunikationskultur zwischen Gast und Gastronom – jenseits des Prangers der Bewertungsportale im Internet. Ein Benimm-Quiz für Gäste.

Gäste und Servicekräfte sind in erster Linie Menschen und möchten als solche mit Respekt behandelt werden. Hält man sich nicht an diese Grundregeln, darf man sich entweder nicht über einen ‚unaufmerksamen Service‘ wundern, oder man hat einfach Glück und einen Kellner erwischt, der nebenher Psychologie studiert und einen siebten Sinn für Knigge-Verächter entwickelt hat.

Gastronomen sollen gegenüber der wachsenden Zahl von TV-Kritikern und Internet-Beurteilungen gestärkt werden, indem nun auch das Verhalten der Gäste auf Qualität untersucht wird. Dazu tritt im Internet ein gewisser Mannie Mystery auf. Er hat allerdings ein Problem: Sein unzulängliches Benehmen macht es dem Service-Team der besuchten Häuser stets unmöglich, erstklassige Leistung abzuliefern. Es handelt sich dabei um bewusst eingebaute Fehler, die auch in der Realität bei Gästen vorkommen. Behandelt werden zum Beispiel die Feinheiten im Umgang mit Messer und Gabel, das Probieren von Wein oder wie man sich korrekt mit der Bedienung verständigt. Die häufigsten bzw. wichtigsten wurden zuvor in einer Umfrage unter Betreibern ermittelt.

Durch die Aktion können die Teilnehmer ihr Wissen vor anderen demonstrieren bzw. diskret voneinander lernen – ganz im Sinne eines feinen wie fairen Miteinanders à la Knigge.

Weitere Informationen zu dieser Aktion gibt es hier: „Restaurant-Kritik einmal andersherum“

Bild: ©Gastronomie Service Münsterland

3 Reaktionen zu “Restaurant-Kritik einmal andersherum”

  1. Alexander Frey

    Ein schönes Thema was , so glaube ich, oft aus Gastronomen Sicht als absolutes Tabu galt und nach wie vor auch gilt. Kann ich dem Gast sagen, das ich es völlig daneben finde wenn der Tisch aussieht wie „Sau“ nach dem Essen, das er nicht nach meinem Personal pfeifen soll?

    Warum nicht?

    Der Gast ist leider im Haus auch nicht immer ehrlich und vergisst in Ausnahmefällen auch mal jedwede Benimm-Regel. Manchen treten sogar im Netz nach – statt ihre Unzufriedenheit im Lokal kund zu tun. Ich finde, es ist nur fair wenn auch der Gastronom einmal Kritik üben kann und beide Seiten ein wenig mehr Verständnis füreinander entwickeln.

  2. Ellen Walter

    gutes Thema.

    Doch Gäste Bewerten ist so eine Sache. Gastronomen bewerten kann man ja, doch für Gäste gelten andere Richtlinien. Mal sehen was drauß wird…

  3. Frauke Klameth

    Das Thema ist so alt wie es Dienstleistungen gibt. Wurde nicht Jahrzehntelang gepredigt, dass der Gast König ist und wenn es ihm zum Beispiel nicht schmeckt, der Koch wohl was falsch gemacht hat und es auf keinem Fall daran liegen kann, dass der Gast einen seltsamen Geschmack hat. Das Beispiel mit der Tischwahl ist so eine Sache die ja auch stark vom Gastronomie Betrieb abhängt, nicht überall gibt es einen Platzanweiser. Grundsätzlich ist eine gewisse Kritik an Gästen ja ok, aber wenn es dazu führt, dass ich mit dem Gast vor anderen Gästen anfange zu diskutieren wird es wahrscheinlich nur einen Verlierer in der Situation geben, den Gastwirt. Aber klar, man darf sich nicht alles gefallen lassen, König hin oder her, auch Gäste sollten den Bogen nicht überspannen!

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