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Kooperation geht anders, oder?

Ein kleines Hotel in der Eifel war für ein Wochenende überbucht. Da es in dem Ort mehrere Hotels gibt, hat der Hoteldirektor sich dazu entschieden, zwei Pärchen in ein benachbartes Hotel auszuquartieren. Dieses Hotel hat die gleiche Kategorie und ist ähnlich ausgestattet. Die Gäste nahmen das Angebot an und das benachbarte Hotel sollte die Rechnung an den Kollegen schicken, da die Gäste bereits vorab bezahlt hatten.

Bis dahin ist daran nichts ungewöhnliches, da es immer mal vorkommen kann, dass ein Hotel überbucht wird. Am Montag nach dem besagten Wochenende kam dann, wie vereinbart die Rechnung des Nachbar-Hotels. Der Hotelier staunte nicht schlecht, als er auf der Rechnung statt einem unter Kollegen üblichen Rabatt auch noch einen Zuschlag bezahlen durfte.
So wurde zu der Übernachtung noch ein „Kurzzeitaufschlag“ von 5 Euro pro Gast, pro Tag berechnet!

Ob dieser Hotelier jemals wieder Gäste von seinem Kollegen bekommt?

Foto: hogapr

3 Reaktionen zu “Kooperation geht anders, oder?”

  1. Björn Grimm

    „Gier frisst Hirn“ oder „Geben kommt vor Nehmen“. Ein solcher Kollege wäre längste Zeit mein Kollege gewesen…

  2. Olaf Dierich

    Also unter Kollegen nicht besonders fein, aber wenn ein Kurzzeit-Aufschlag bei ihm üblich ist, warum nicht? Das sind dann eben seine Preise.

    Ich vermiete nebenbei zwei Ferienwohnungen und wenn die Gäste kürzer als eine Woche bleiben, müssen sie auch einen Aufschlag zahlen, da in dem 7-Tage-Preis die Endreinigung kalkuliert ist und die kostet immer das gleiche. Egal ob für 1 oder 7 Nächte. Dafür gibt es ab 8 Nächten wieder einen Rabatt, da ab dann die Endreinigung bezahlt ist.

    Die Kalkulation ist halt bei einem Hotel sehr merkwürdig. Er sollte lieber einen Standard-Preis machen und reduzieren, wenn die Gäste länger bleiben. Hier wurde das Pferd eher von hinten aufgezäumt.

  3. Bianca Spalteholz

    Ich gebe Olaf da völlig Recht! Er hat es einfach nur falsch verkauft… Ich nehme einfach mal an, dass der Kollege dem ausbuchenden Hotel auch einen Gefallen getan hat. Schließlich ist es peinlich genug für den Hotelier, dass er ausbuchen muss. Außerdem, Ausbuchung macht man mit Kalkül, um einen besseren Umsatz zu erzielen. Dafür sollte ich dann aber auch bereit sein, etwas drauf zu zahlen, vor Allem, wenn ich will, dass der Gast das nächste Mal wieder zu mir zurück kommt 🙂 Ich glaube, alles hat hier seine Richtigkeit.

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